Wissen

Naturgärten & Lebensräume

Was macht einen Naturgarten aus?

Im Unterschied zum konventionellen Garten zeichnet sich eine naturnahe Anlage durch folgende drei Merkmale aus:

Biodiversität

Ein Naturgarten bietet nicht nur Lebensraum für die Benutzer*innen, sondern auch für einheimische Pflanzen und Tiere. Neben naturnahen Elementen wie Wasser oder Steinhaufen bilden vor allem einheimische Wildpflanzen wie Margerite oder Hundsrose ökologisch das Rückgrat des Naturgartens. Eine naturnahe Anlage soll aber kein Mini-Naturschutzgebiet sein. Ein Garten ist und bleibt ein bewusst gestalteter und gepflegter Freiraum, der von Menschen genutzt wird.

Natürliche Materialien

Anlage und Pflege einer naturnahen Anlage erfolgen umweltschonend: Lokale Materialien statt Torf, wieder verwertbare Natursteine statt Einwegbetonelemente, sickerfähige Beläge statt versiegelte Flächen.

Keine Verwendung von Giften und Kunstdünger.

Dynamik

Ein Naturgarten braucht Entwicklungsspielraum, er ist dynamisch und verändert sich laufend.

Eine Abkehr vom durchgestylten, sterilen Grün hin zum dynamischen, entwicklungsfähigen, lebensgerechten Umfeld. Die Angst vor Veränderung wandelt sich zur Freude an Überraschung.

Zu Bild 4:Der Zitronenfalter kündigt im Naturgarten den Frühling an: Er saugt Nektar von Wildblumen und seine Raupen fressen Blätter von Wildsträuchern

Wie entsteht ein Naturgarten?

Bei der Planung einer neuen Gartenanlage oder der Umgestaltung eines bestehenden Gartens geht es zunächst darum, die Bedürfnisse und Wünsche sämtlicher Benutzer*innen aufzunehmen: Sitzplatz, Feuerstelle, Rückzugnische, Sandhaufen, Wasser, Spielfläche, Schattenspender, Gemüsegarten, Beeren, Blumen pflücken, Beobachten, .... ?

Im weiteren spielt das Umfeld eine Rolle: Landschaft, Häuser, Baustil ?

Wesentlich sind sodann die Standortfaktoren: Besonnung, Bodenverhältnisse, Neigung, Wasser, Wind etc.

Aus der Fülle dieser Wünsche und Faktoren versuchen wir mit Ihnen die wesentlichen Gestaltungsideen herauszuschälen, skizzieren, diskutieren bis wir Ihren stimmigen, individuellen Garten entworfen haben.

Geglückte Gärten entstehen dann, wenn sie von wenigen, überzeugenden Hauptelementen getragen werden, sich eine Anlage harmonisch ins Umfeld einfügt, der individuelle Klang gefunden wird.

Warum sind einheimische Wildgehölze so wichtig?

Wenn wir den Wildsträuchern im Siedlungsraum mehr Platz einräumen, werden wir bald durch eine reichhaltige Lebensgemeinschaft beschenkt. Zur Blütezeit besuchen hunderte von Insekten die Gehölze, darunter seltene Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge. Dutzende von Vögeln freuen sich das ganze Jahr hindurch am neuentstandenen Lebensraum, sei es zum Nisten oder zum Fressen von Insekten und Beeren. Dabei bringen die Vögel und weitere Besucher auch Samen mit, so dass bald verschiedenste Wildblumen unter den Sträuchern wachsen. Auch Igel, Blindschleichen und Amphibien finden hier Unterschlupf und Nahrung. Eine Lebensgemeinschaft, die sich in den letzten Millionen Jahren entwickelt hat, besiedelt den Garten.

Welch ein Unterschied zur leblosen Cotoneasterböschung, zur langweiligen Thujahecke und zu den exotischen Sträuchern im umweltbelastenden Moorbeet. Hier ist kein Leben zu finden. Höchstens einzelne Generalisten wie Amsel oder Honigbiene sind anzutreffen. Die meisten einheimischen Lebewesen sind aber Spezialisten, haben sich also über Jahrtausende an spezielle Lebensräume und Ernährung gewöhnt. Von jeder einheimischen Strauchart sind etwa 100 Lebewesen direkt abhängig. Wenn also in einer Gemeinde eine bestimmte Wildstrauchart nicht mehr vorkommt, kommen auch 100 Arten anderer Lebewesen nicht mehr vor: Pilze, Flechten, nützliche Käfer Schmetterlinge und andere Kleintiere, aber auch Vögel.

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Welche Vorteile bieten Wildstauden?

Wildstauden sind mehrjährige, nicht verholzende, einheimische Blütenpflanzen wie Margerite, Flockenblume oder Königskerze. Ihre Blüten mögen etwas weniger üppig sein als jene von Zierstauden, dafür sind Proportionen, Farben und Formen meist viel reizvoller. Und vor allem fügen sie sich ins Netz der Natur ein: Wildstauden sind Nahrungsbasis für unzählige Kleintiere. Schmetterlinge, Käfer und Wildbienen kommen zu Besuch. Auch der Pflegeaufwand von Wildstaudenpflanzungen ist weit geringer als bei konventionellen Pflanzungen.

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Wasser & Teiche

Weiher, Schwimmteich oder Biopool – was passt zu mir?

Weiher

Wasser übt seit jeher eine grosse Faszination auf uns Menschen aus. Nicht überrraschend wünschen sich immer mehr dieses Element im eigenen Garten. Bereits die kleine Pfütze eines Vogelbades, schön in Naturstein eingearbeitet, bringt Ästhetik, Abwechslung und viele Tiere in den Garten. Mit einem fachgerecht gebauten Gartenweiher holen wir uns die vielfältigste Lebensgemeinschaft vor die Haustüre: Neben den unübersehbaren Besuchern wie Vögeln, Libellen und Amphibien tummelt sich eine Vielfalt an Kleintieren in und am Wasser.

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Schwimmteich

Sie wünschen sich eine Abkühlung im Sommer? Ein naturnaher Schwimmteich ist die ideale Verbindung zwischen einem Pool und der Natur.

Dank unserer Erfahrung in Anlage und Pflege sowie der Auswahl von geeigneten Wasserpflanzen, gestalten wir in ihrem Naturgarten ein stehendes Gewässer, welches nicht nur zum Baden animiert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leistet.

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Biopool

Mit der neusten Technik und aktuellem Wissen können sie während der Badesaison in kristallklarem Wasser baden, welches ohne chemische Zusätze gereinigt wird.

Das Wasser wird mithilfe eines Biofilms gereinigt, der den Phosphatgehalt tief hält, und so das Algenwachstum hemmt.

Sie können auch zusätzliche Technik einsetzen: Von der Gegenstromanlage bis zur Massagedüse ist alles möglich.

Uns ist wichtig, dass auch dieses Gewässer harmonisch in ihren naturnahen Garten integriert ist. Mit ausgewählten Steinen, Uferbereichen und gestalterischem Geschick brechen wir die eckige Form des Pools.

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Warum einen Bachlauf integrieren?

Eine zusätzliche Dimension erreichen wir mit bewegtem Wasser: Eine Solarpumpe, die das Weiherwasser über einen Stein plätschern lässt oder eine Umwälzpumpe, die einen kleinen Bachlauf oder Wasserfall speist, erzeugen beruhigendes Geplätscher.

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Warum bereichert Wasser jeden Garten?

Wasser bringt Leben in jeden Garten. Ob eine kleine Wasserschale, eine plätschernde Steinstufe oder ein naturnaher Weiher – jede Form von Wasser schafft wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig verbessert Wasser das Mikroklima an warmen Tagen und verleiht dem Garten eine besondere Ruhe. Das Zusammenspiel von Licht, Bewegung und Natur macht ihn zu einem Ort der Erholung.

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Naturstein & Bau

Warum sind Trockensteinmauern so wertvoll?

Trockenmauern gehören zu den schönsten Elementen, um im Garten Räume und Nischen zu bilden. Gerade der für unsere Region typische Sandstein (Steinbrüche beispielsweise am Obersee) eignet sich sehr, da sich die Steine gut von Hand nachbearbeiten lassen, bis sie sich exakt ins Mauergefüge einpassen. Eine fachgerecht auf einen Kieskoffer aufgebaute Sandsteintrockenmauer, mit Wandkies hinterfüllt, bleibt auch bei einer Höhe von über einem Meter über Jahrzehnte stabil, ohne ein Gramm Beton. Die Ritzen bieten Lebensraum für hübsche Pflanzen und Kleintiere - mit etwas Glück kommen Eidechsen und Blindschleichen zu Besuch und finden Nahrung und einen Platz an der Sonne. Mit Freude gönnt man auch sich selbst etwas Musse auf einem sonnengewärmten Stein.

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Welche Sitzplätze passen zu einem Naturgarten?

Sei es ein edler Natursteinsitzplatz oder ein preiswerter Rundkiesplatz: Beide haben eine individuelle Note und laden zum Verweilen ein. Je nach Geschmack und Passung zum restlichen Garten.

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Warum sind Flusssteinpflästerungen etwas Besonderes?

Ein alter Pflästerer hat uns diese römische Technik noch gelernt: Lokale, handverlesene Flusssteine werden aufrecht in den Pflästersand geschlagen und am Rand so verkeilt, dass höchste Stabilität ohne Beton erreicht wird.

So entstehen Wege und Plätze von zeitloser Schönheit und unübertroffener Individualität.

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Öffentliche Räume

Warum profitieren Schulen von naturnahen Aussenräumen?

Neben einem grossen Spielfeld brauchen Schulanlagen verschiedene mit Wegen verbundene Aufenthaltsbereiche und Anschauungsmaterial aus der Natur.

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Warum sind naturnahe Kinderspielbereiche so wertvoll?

Kinder haben andere Bedürfnisse als Erwachsene und stellen andere Ansprüche an einen Garten. Weniger ist meist mehr. Ein übersichtlicher, sauberer Kinderspielplatz, mit teuren, unveränderbaren Spielgeräten ausgerüstet, mag allenfalls Hauswart und Architekt beglücken, kaum aber die Kinder. Kein noch so raffiniertes Spielzeug ersetzt Erfahrungen, die Kinder mit Naturmaterialien sammeln: Wasser, Sand und Erde, Äste, dürre Blätter und Steine. Und kein noch so perfekter Naturfilm wiegt Erlebnisse mit lebenden Tieren auf, sei es eine Schnecke, die aus dem Häuschen kriecht, ein Schmetterling, der Nektar saugt, oder ein Wasserläufer, der über die Pfütze huscht. Es ist schön, Kindern ein naturnahes Umfeld mit Freiraum für Entwicklung zu bieten.

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Wie profitieren Unternehmen von naturnahen Aussenanlagen?

Auch für das Begleitgrün von Firmen- und Industrieanlagen eignen sich extensive Substrate. Mit Findlingen und Gehölzen können gestalterische Akzente gesetzt werden.

Trockenstandorte eignen sich auch hervorragend für südexponierte Bereiche im Garten, angrenzend an Sitzplätze oder als Dachbegrünung

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Warum eignen sich Wildpflanzen für Verkehrsbegleitflächen?

Als wir 1988 begannen, Verkehrsbegleitflächen als Trockenstandorte anzulegen (Substrat reines Wandkies, wie Strassenkoffer) ernteten wir Kopfschütteln und waren Fasnachtsthema.

Längst hat sich unsere Idee im In- und Ausland durchgesetzt: Die Rabatten sind farbenfroh, abwechslungsreich und äusserst pflegearm. Wir haben inzwischen Erfahrung mit weit über 100 geeigneten Wildpflanzen für solche extensive Trockenstandorte gesammelt.

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Wie unterstützt Biorana Naturschutzprojekte?

Bei der Pflege und Aufwertung von Naturschutzgebieten kommt uns zu gute, dass wir Ökobüro und Ausführungsbetrieb in einem sind. So können wir den Planungsaufwand minimal halten und beinahe sämtliche finanziellen Mittel in Aufwertungs- und Pflegemassnahmen einsetzen. Somit sind wir bei Naturschutzmassnahmen, wo meist hohe Geldbeträge in der Planung versickern, bezüglich Preis-Leistungsverhältnis konkurrenzlos.

Aufwertung eines völlig eingewachsenen Naturschutzobjektes: teilweise Freilegen der nährstoffarmen Böden, Anlegen von Lehm- und Stabilitweihern, Kleinstrukturen wie Strunk und Asthaufen erstellen.

Dank Lichteinfall, offenen Wasser- und Kiesflächen sowie Kleinstrukturen nehmen bereits nach einem halben Jahr Pflanzen- und Tiervielfalt explosionsartig zu.

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Welche Planungsleistungen bietet Biorana?

Nebst unserer Hauptaktivität, dem Anlegen und Pflegen naturnaher Gärten und Gewässer, betreiben wir seit der Firmengründung auch Grünplanung und Umweltberatung.

Beispielsweise erstellen wir Naturschutzinventare für Bund und Gemeinden, arbeiten Naturschutzaufwertungs- und Vernetzungsvorschläge aus, beurteilen Baugesuche bezüglich Umgebungsgestaltung oder erstellen für Arealüberbauungen Gestaltungspläne.

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Pflege & Unterhalt

Warum braucht ein Naturgarten Pflege?

Ein Naturgarten ist ein lebendiger Lebensraum, der sich stetig verändert. Mit einer naturnahen und gezielten Pflege bleiben Pflanzen, Gewässer und Lebensräume langfristig gesund, vielfältig und attraktiv. So kann sich die Natur entfalten, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten.

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